Bleib cool
bei Hitze

Wenn die Temperaturen tagelang steigen, wird Hitze zur echten Gesundheitsgefahr für alle, besonders aber für vulnerable Menschen. Hier erfahren Sie, wie Sie sich und andere schützen können.

Hitze ist mehr als ein heißer Sommer

Aufgrund des fortschreitenden Klimawandels kommt es in Deutschland und auch in Metzingen immer häufiger zu Hitzeereignissen. So hat sich der Jahresmittelwert der Anzahl der Tage mit über 30 °C zwischen den Referenzzeiträumen 1961 – 1990 und 1991 – 2020 mehr als verdoppelt (von fünf auf elf Tage). 2024 wurden 19 heiße Tage in Metzingen gemessen und das Extremjahr 2015 wies sogar 27 Tage über 30 °C auf.

Diese extreme Temperaturen belasten jeden Körper. Manche Menschen können sich aber schlechter anpassen, sich schwerer schützen oder sind beruflich stärker der Sonne ausgesetzt. Wissen, wer besonders gefährdet ist, ist der erste Schritt zur Vorsorge.

Ab wann ist Hitze gefährlich?

Wenn die Temperatur tagsüber auf 30 °C oder mehr steigt und nachts nicht unter 20 °C sinkt – und das über mehrere Tage hinweg – sprechen wir von einer Hitzewelle.

Der Körper kann sich dann nicht mehr ausreichend erholen. Das macht anhaltende Hitze so gefährlich.

Hitze ist lebensgefährlich und besonders betroffen sind:

  • Pflegebedürftige und
    chronisch kranke Menschen

  • Menschen mit
    Beeinträchtigung

  • Ältere, alleinlebende Menschen

  • Schwangere, Säuglinge und Kleinkinder

  • Im freien Arbeitende und Sport Treibende

  • Obdachlose Menschen

Folgende Symptome sind Alarmzeichen für Hitzeerkrankungen:

  • Starke Kopfschmerzen

  • trockene, heiße Haut

  • plötzliche Verwirrtheit

  • wiederholtes heftiges Erbrechen

  • Körpertemperatur über 40 °C

  • Bewusstlosigkeit

So schützen Sie sich bei großer Hitze:

Hitze meiden

Bleiben Sie so lange wie möglich im Schatten. Verlegen Sie Aktivitäten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden. Lassen Sie niemals Personen oder Tiere im geparkten Auto zurück.

Sonnenschutz auftragen

Starke Sonneneinstrahlung und Hitze treten oft gemeinsam auf. LSF 30 oder höher, ein Hut mit breiter Krempe, luftige Langarmkleidung und eine Sonnenbrille mit hohem UV-Schutz bilden das Basis-Set für sonnige Hitzetage.

Körper schützen

Tragen Sie leichte, helle Kleidung. Kühle Duschen, feuchte Tücher auf Nacken und Gelenken sowie regelmäßige Pausen helfen dem Körper, die Wärme abzuführen – besonders bei körperlicher Arbeit im Freien.

Medikamente prüfen

Hitze kann die Wirkung und Verträglichkeit von Arzneimitteln verändern. Lassen Sie Ihren Medikamentenplan vor dem Sommer überprüfen und lesen Sie die Aufbewahrungshinweise im Beipackzettel.

Trinken und essen

Wasser und ungesüßte Tees sind die besten Begleiter bei Hitze. Alkohol, Kaffee und zuckerreiche Softdrinks meiden. Setzen Sie auf frisches, wasserhaltiges Obst und Gemüse – lieber kleine Portionen, dafür öfter.

Hitzewellen vorbereiten

Die Temperaturen in der Wohnung stets im Blick behalten und in den kühlsten Räumen aufhalten. Wenn möglich passen Sie Ihre Arbeitszeiten an. Verwenden Sie Kühlpads, um Ihren Körper zu kühlen.

Wohnung kühlen

Lüften Sie morgens und abends mit Durchzug. Tagsüber bleiben Fensterläden, Rollos und Markisen geschlossen. Auf das Backen oder Bügeln besser an kühleren Tagen warten.

Aufeinander schauen

Haben Sie ältere oder alleinlebende Nachbarn, Bekannte oder Angehörige? Gerade in Hitzewellen sind diese Menschen besonders gefährdet – und ein kurzer Anruf oder Besuch kann viel bewirken.

Bereiten Sie sich jetzt vor, bevor die nächste Hitzewelle kommt

  • Hitzewarnungen verfolgen: Smartphone, Radio, Tageszeitung, Internet

  • Kühlpads besorgen und bereitstellen

  • Arbeitzeiten an heiße Tage anpassen, wo möglich

  • Temperatur in der Wohnung messen – kühlsten Raum kennen

  • Medikamentenplan mit Ärztin / Arzt besprechen

  • Nachbarn und Angehörige im Blick behalten

Informationen & Links: