Bleib cool im eigenen Garten
Naturnahe Grünflächen helfen dabei, Metzingen lebenswert und zukunftsfähig zu gestalten. Sie schaffen Lebensräume für Tiere, verbessern das Stadtklima und sorgen für natürliche Kühlung im Sommer.
Coole Plätze zuhause
Vielfältige Naturgärten für ein verbessertes Stadtklima
Naturnahe Gärten sind für viele Tierarten unverzichtbar. Sie verbessern das Stadtklima, bieten Nahrung, Nistplätze und Rückzugsmöglichkeiten und sind gleichzeitig eine Bereicherung für das Auge und die Lebensqualität.
Bild: Naturgartenwettbewerb “Hier brummt’s” 2025 in Metzingen
Tipps für den eigenen Naturgarten
Damit es in Metzingen, Neuhausen und Glems weiterhin „brummt“, finden Sie hier einige bewährte Tipps.
Denn naturnahe Gärten leisten einen wichtigen Beitrag für:
mehr Artenvielfalt
ein angenehmeres Stadtklima
natürliche Kühlung an heißen Tagen
mehr Lebensqualität im direkten Umfeld
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Setzen Sie auf Pflanzenarten, die regional vorkommen – sie bieten Wildtieren deutlich mehr Nahrung und Lebensraum als exotische Ziergehölze. Verzichten Sie auf (potentielle) invasive Pflanzen.
Empfehlungen:
Gehölze: Eberesche, Eingriffeliger Weißdorn, Kornelkirsche, Gewöhnliche Traubenkirsche, Sal-Weide
Wildblumen: Storchschnabel, Margerite, Wiesen-Flockenblume, Tauben-Skabiose
Kletterpflanzen: Efeu, Waldgeißblatt, Feldrose, Hopfen
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Ein monotoner Rasen bietet kaum Lebensraum. Eine Wildblumenwiese hingegen lockt Bienen, Schmetterlinge und Käfer an und sie ist pflegeleicht.
Praxis-Tipps:
Mageren Boden bevorzugen oder mit Sand abmagern
Regionales, zertifiziertes, mehrjähriges Saatgut verwenden
Zweimal im Jahr mähen (z. Bsp. Anfang Juni & Anfang September) und Abräumen
Für Aufenthalts-/ Spielbereiche eignet sich ein Kräuterrasen, der öfter gemäht werden kann
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Schon kleine Elemente erhöhen die Artenvielfalt erheblich:
Totholz und Reisighaufen als Unterschlupf, z. B. als Benjeshecke
Lesesteinhaufen und Trockenmauern für Eidechsen, Insekten & Co.
Stehende Stauden im Winter für Vögel und überwinternde Insekten
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Ein Gartenteich – auch klein angelegt – bringt sofort Leben in den Garten.
Wichtig:
Flache Uferzonen für Igel und Amphibien
Alternativ: Ausstiegshilfe (z. B. Brett mit Querleisten)
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Hecken bieten Nahrung, Nistplätze und Orientierung für Tiere. Sie trennen Grundstücke, lassen aber Durchschlupf für Igel, Amphibien oder Kleinsäuger – ein wichtiger Vorteil gegenüber geschlossenen Zäunen.
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Nistkästen für Vögel und Fledermäuse können sowohl an der Hauswand als auch in Hecken und Bäumen angebracht werden.
Sandarien, offene Bodenstellen und Insektenhotel werden gerne von Wildbienen angenommen. Bei Insektenhotels auf eine Röhrenlänge von mindestens 10 – 20 cm achten.
Igelhäuser bieten Igeln einen geschützten Rückzugsort im Winter.
Bunte Naturgärten statt grauer Steinwüsten
Schotterflächen mit ein paar einsamen Thuja-, Bambus- oder Kirschlorbeerbüschen sind das Gegenteil eines lebendigen, naturnahen Gartens und haben zahlreiche Nachteile:
Schottergärten sind seit 2020 in Baden-Württemberg verboten
Schottergärten sind biologisch tot und bieten weder Lebensraum noch Nahrung
Schottergärten sind schlecht für das Klima. Sie heizen sich im Sommer auf und, binden keinen Feinstaub und produzieren keinen Sauerstoff
Schottergärten sind nicht pflegeleicht und müssen aufwendig sauber gehalten werden